Seedorf auf Rügen
Seedorf das Zauberwort für den ruheliebenden Naturfreund, ein aufstrebender, kleiner Ferienort an der Lanckener Beeck, der schmalen Verbindung von Having und Neuensiener See, unweit der bekannten Ferienorte Binz und Sellin.
1810 entsteht Seedorf und entwickelt sich zu einem Dorf der Seefahrer und Fischer. Die Fischerei, ein hartes Handwerk, sicherte einstmals das Einkommen vieler Seedorfer, wird heute aber nur noch von wenigen verrichtet.
Von 1860 -1925 wurde Segelschiffbau betrieben, Bootsbauereien und Werften entstanden. Die bedeutendste war die Krügersche Werft, mit 127 Stapelläufen, die Seedorf zu einem bedeutenden Standort für den Schiffbau in der Ostseeregion machte. Mitte der 30-ger Jahre war die Zeit der Segelschiffe vorbei, da die Dampfschifffahrt aufkam, die Werft wurde aufgelöst in ein Sägewerk und einen Baubetrieb umfunktioniert.
Heute findet man in Seedorf einen der schönsten Naturhäfen Deutschlands, sehr beliebt bei Seglern und seinem maritimen Flair. Einmal im Jahr findet das bekannte Hafenfest statt.
Reet gedeckte Fischerhäuschen, neu errichtete Wohn-und Ferienhäuser und kleine, gemütliche Ferienanlagen prägen das Ortsbild. Seedorf liegt inmitten des Biosphärenreservates Südost-Rügen mit idyllischer Natur, wenig Verkehr, abseits vom touristischen Trubel.
Heimische Fischarten werden frisch geräuchert, mariniert oder inseltypisch zubereitet, in den urigen Hafenrestaurants und Räuchereien angeboten.
Seedorf bietet den besten Ausgangspunkt, die Umgebung mit dem Fahrrad oder per pedes zu erkunden. Eine Wanderung hinauf zur nahegelegenen Moritzburg – eines der schönsten Aussichtspunkte Rügens, mit weitem, freien Blick auf die Having und das Reddevitzer Land. Eröffnet im Juli 1901 und von seinem Erbauer Wilhelm Müller als Wilhelmshöh benannt. Heute ist es die Moritzburg, eine gemütliche Gastwirtschaft mit regionalen Spezialitäten. Um die Baaber Beek zu überqueren benutzt man noch heute, seit 1891 die Ruderfähre mit dem legendären Fährmann.
Mit dem Drahtesel kann man die Hünengräber im benachbarten Ferienort Lancken Granitz erkunden. Diese sind geschätzt, älter als 4000 Jahre und sehr gut erhalten. Hünengräber sind alte Grabkammern, bestehend aus gewaltigen, tonnenschweren Steinen und stellen die älteste menschliche Hinterlassenschaft der Ur- Insulaner dar. In den Volkssagen wird von Furtcherregenden Riesen und unermesslichen Schätzen berichtet. Prof. Dr. Haas hat Anfang des 20. Jahrhunderts nach über 30 Jahren Sammeltätigkeit, ca. 780 Sagen zusammengetragen, daher gilt Rügenals sagenreichste Region Deutschlands.
Die St. Andreaskirche in Lancken Granitz stammt aus dem 15. Jahrhundert und es finden Konzerte in dieser statt. Weiter geht es durch sanfte Hügel, vorbei an Reet gedeckten Häusern an den Greifswalder Bodden, wo in den letzten Jahren vermehrt Seehunde und Kegelrobben gesichtet wurden. Dieses deutet auf die Rückkehr der Robben, auf die Insel Rügen hin. Kegelrobben werden ganzjährig im Greifswalder Bodden gesichtet. In den Wintermonaten werden regelmäßig Ansammlungen von bis zu 14 Tieren beobachtet. Nachweislich gab es sogar schon einzelne Geburten von Seehunden und Kegelrobben, welche unter Naturschutz gestellt wurden. Eine Begegnung mit Robben ist ein besonderes Naturerlebnis, jedoch ist jegliche Beunruhigung der Tiere zu vermeiden, da sie zu den geschützten Arten gehören. Entlang des Boddens gibt es Naturstrände, einsame Buchten und man kann seltene Vogelarten beobachten.Ein Sonnenuntergang am Bodden wird zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Unser Tipp für einen erholsamen Urlaub
in Seedorf > Ferienhaus Gernitz